Teilprojekt 03 - Qualitätssicherung Technik, Ergonomie, Sozio-Ökonomie

Projektpartner
- qcmed GmbH, Aachen, Teilprojektleitung
- Synagon GmbH, Aachen
- Lehrstuhl für Medizintechnik, Helmholtz-Institut für Biomedizinische Technik, RWTH Aachen (mediTEC)
Ansprechpartner bei mediTEC
- Dr.-Ing. Wolfgang Lauer,
lauer(at)hia.rwth-aachen.de - Dipl.-Ing. Armin Janß,
janss(at)hia.rwth-aachen.de
MediTEC bearbeitet innerhalb des Teilprojektes den Schwerpunkt Ergonomische Qualitätssicherung.
Projektziele
Im diesem Teilprojekt soll sichergestellt werden, dass sich das entwickelte System und seine Systemkomponenten in die klinischen Abläufe integrieren und von den Anwendern entsprechend den Anforderungen optimal zur Erfüllung ihrer Aufgaben genutzt werden können. Hierzu muss die ergonomische Qualität der entwickelten Systeme sichergestellt und iterativ Rückmeldungen hinsichtlich zu verbessernder Punkte gegeben werden.
Um das OrthoMIT-System in der Praxis erfolgreich einsetzen zu können, ist das primäre Ziel der Systemgestaltung die Optimierung der klinischen Gebrauchstauglichkeit (usability) und der damit verbundenen Systemzuverlässigkeit.
Gebrauchstauglichkeit umfasst gemäß DIN EN 60601-1-6 die Kriterien Effektivität, Effizienz, Erlernbarkeit und Benutzerzufriedenheit, die im Rahmen der Betrachtungen zusätzlich um den Aspekt der Zuverlässigkeit erweitert werden.
Ansatz
Neben der Bereitstellung einschlägiger Richtlinien und Guidelines sowie der Schulung und Beratung der Projektpartner im Hinblick auf Fragen der ergonomischen Gestaltung und des Usability Engineerings steht die generelle und individuelle Unterstützung bei der Komponentenevaluierung im Vordergrund.
Hierbei kommen unterschiedliche Ansätze zur Quantifizierung des Ausmaßes der klinischen Gebrauchstauglichkeit nach DIN EN 60601-1-6 sowie der Zuverlässigkeit des zu entwickelnden OrthoMIT-Systems bzw. der einzelnen Teilsysteme zum Einsatz.
Zur entwicklungsbegleitenden Bewertung werden u.a. Methoden und Werkzeuge aus den Bereichen der modell- und richtlinienbasierten sowie formal-analytischen Evaluierung verwendet.
Die Quantifizierung der Zuverässigkeit im Rahmen der benutzerbasierten Evaluierung wird beispielsweise ermöglicht durch die
- Erfassung kritischer Zustände,
- Erfassung der Erlernbarkeit und
- subjektive Bewertung durch Fragebögen.
Hierzu steht am Lehrstuhl ein eigenes Usability-Labor mit umfangreicher Ausstattung (stationäres und mobiles Eyetracking, Physiologging, synchronisierte Video- und Workflowdokumentation, standardisierte Fragebögen z.B. zur Beanspruchungsermittlung) zur Verfügung.



